Infotext Wem es Freude macht, auf schmalen, oft versteckten Pfaden entlang der Hönne zu wandeln, der kann an Uferhängen und in Felspartien von Frühlinghausen bis Oberrödinghausen manche der ursprünglich 75 Höhlen und höhlenartigen Gebilde entdecken, die Massenkalkformationen im mittleren Hönnetal hinterlassen haben.
Ihre Eingänge gleichen nicht selten engen Schlupflöchern oder spaltartigen Öffnungen, hinter denen sich schluchtartige Hohlräume (Karhofhöhle), enge Gänge mit Kammern (Leichenhöhle) oder weitläufige Höhlensysteme (Reckenhöhle) ausbreiten. Von der Friedrichshöhle z. B. führen stufenweise Schächte und Klüfte in die \"Hönnetaler Unterwelt\", eine unterirdische Flusshöhle, die erst streckenweise erforscht werden konnte.
Ganz anders präsentieren sich die Balver und die Feldhofhöhle. Ihre ausladenden Deckengewölbe und Eingänge gleichen offenen Hallen.
Von archäologischer und paläontologischer Bedeutung sind die sog. Kultur- bzw. Kulthöhlen. Allein in der Burghöhle am Klusenstein fanden Graber Tausende Artefakte und Fossilien. Ablagerungen (Kulturschichten), tierische Relikte und Zeugnisse menschlicher Tätigkeiten spiegeln erdgeschichtliche Entwicklungen (Klima, Flora, Fauna) wider oder berichten von der kulturellen Entwicklung des homo sapiens vom Neandertaler, über den Cro-Magnon-Menschen und Rentierjäger bis zum Jetztmenschen.
Höhlen werden erst dann wirklich interessant, wenn man ein wenig über ihre Entstehungsgeschichte und über ihren Nutzen für Menschen und Tiere im Verlauf erdgeschichtlicher Veränderungen weiß
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